Maja Böhm 
Dr.
med. Steffen Soll 
Joerg Claus 
Gabriele Bellmann AID*
Norbert E. Lyonn AID*
Chaim Jellinek AID*
Dr. med. Jörg Gölz 
Dr. med. Solvey Hahn 
Neil Mac Lean 
Dr. med. G. Partecke 
Abstinenztherapie
Süchtig sein bedeutet
auch: „Ich habe keine Kontrolle mehr über den Konsum meiner Droge!“
Viele unserer Patientinnen und Patienten haben seit Jahren diese Erfahrung
gemacht und sind trotz aller Bemühungen immer wieder da gelandet, wo
sie nicht mehr hin wollten: in der Szene, in der Abhängigkeit von Beschaffung
und Dealern, in der Verarmung und Isolation ihres abhängigen Lebens.
Für viele ist der
Verzicht auf die Drogen aber auch mit einer Fülle von unangenehmen,
bis unerträglichen Gefühlen verbunden: Ängste, Depressionen,
bei manchen auch Alpträume und Erinnerungen, die unter der Wirkung
der Drogen gut „wegzudrücken“ waren, bestimmen auf einmal
wieder die Stimmung. Der Schnupfen wird als Entzugssymptom umgedeutet, viele
plagen sich mit Schlafstörungen, einige legen an Gewicht zu und andere
fühlen sich so „nackt“, dünnhäutig und selbstunsicher,
dass sie kaum in der Lage sind ihren Alltag zu bewältigen.
Und trotzdem schaffen
es die allermeisten dann irgendwann doch und bleiben auf Dauer abstinent.
Vielleicht ein Viertel oder ein Drittel aller Spritzdrogenabhängigen
wird sogar ohne jede professionelle Hilfe dauerhaft abstinent, wenn sie
eine befriedigende Beziehung und eine berufliche Perspektive gefunden haben.
Ein weitaus größerer Teil benötigt einmal oder mehrmals
die Unterstützung einer ambulanten oder stationären Therapie.
Abstinenztherapien dauern
zwischen 3 Monaten bis zu 9 Monaten. Sie bieten, besonders als stationäres
Angebot den Rahmen, in dem sich drogenabhängige Patientinnen und Patienten
in relativer Sicherheit an ein Leben ohne Drogen gewöhnen können.
Therapien bieten die Chance das cleane Leben auszuprobieren, zu verstehen,
warum man abhängig wurde und zu lernen, wie man in Zukunft mit Suchtdruck,
Ärger, dem Alleinsein und vielen anderen negativen Gefühlen, Gedanken
und Situationen klarkommen kann, ohne erneut Drogen nehmen zu müssen.
Die Therapieeinrichtungen
haben sich unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt und arbeiten mit entsprechend
unterschiedlichen methodischen Gewichtungen (Verhaltens-, Sozio-, tiefenpsychologische
Psycho-Therapie, Körpertherapie, Beschäftigungstherapie, geschlechtsspezifische
Therapieansätze) und für unterschiedliche Altersgruppen. Spezielle
Einrichtungen bieten auch Möglichkeiten zu einer Therapie statt der
Verbüßung einer Strafe – und auch auf diesem Weg haben
viele Drogenabhängige den Ausstieg aus der Abhängigkeit geschafft!
Die Berliner Drogenberatungen
vermitteln und begleiten Dich in die ambulante oder stationäre Therapie,
wenn Du diesen Weg für Dich in Betracht ziehst!
Inzwischen gilt die Substitution
als die Behandlung mit der höchsten Haltekraft, sie sichert das Überleben
und die Gesundheit ...
Informationen zum Thema
Substitution