Drogenberatung
Abstinenztherapie
Substitution
Ambulanter Entzug
Behandlung HIV / Hepatitis
Linkliste
Maja Boehm
Dr. med. Steffen Soll
Joerg Claus
Gabriele Bellmann
Norbert E. Lyonn
Chaim Jellinek
Dr. med. Joerg Goelz
Dr. med. Solvey Hahn
Neil Mac Lean
Dr. med. Gerlinde Partecke
Adressen
Impressum
Praxis: Maja Böhm und Dr. med. Steffen Soll
Hausärztliche Versorgung
Suchtmedizinische Grundversorgung
Psychosomatische Grundversorgung
Fachärzte für Allgemeinmedizin
Lausitzer Platz 10
10997 Berlin - Kreuzberg
T: 030.6144070 | F: 030.6149727
E: m.boehm@ambulante-suchtmedizin.de | E: s.soll@ambulante-suchtmedizin.de
Sprechzeiten:
Mo 9-12 14-17 | Di 9-12 16-19 | Mi 9-12 14-16
Do 9-12 14-17 | Fr 9-12 14-16
Praxis: Gabriele Bellmann und Norbert E. Lyonn
Hausärztliche Versorgung
Suchtmedizinische Grundversorgung
Psychosomatische Grundversorgung
Sensory Awareness www.sensoryawareness.org
Kochstrasse 64
10969 Berlin (Friedrichshain-Kreuzberg)
T: 030.235549-0 | F: 030.235549-23
E: g.bellmann@ambulante-suchtmedizin.de |E: norbert.e.lyonn@ambulante-suchtmedizin.de
www.drogennotdienst.org
Sprechzeiten:
Mo 9-13 | Di 9-13 17-18 | Mi 9-13 | Do 9-13 17-18 | Fr 9-13
Und nach Vereinbarung.
Dr. med. Jörg Gölz, Facharzt für Allgemeinmedizin.
Hausärztliche Versorgung
HIV/ AIDS, Virushepatitis, Suchtmedizin
Mitglied "Antiretroviral Treatment Group" WHO, Genf
Mitglied "Pompidou Group Drug Addiction", Europarat Strasbourg
Vorsitzender der DGS (Deutsche Gesellschaft Suchtmedizin)
Praxis: Praxiszentrum Kaiserdamm
Kaiserdamm 24 | 14057 Berlin - Charlottenburg
T: 030.3011390 | F: 030.30113999
E: j.goelz@ambulante-suchtmedizin.de
www.praxiszentrum-kaiserdamm.de
Sprechzeiten:
Mo, Di, Do 8-14 + 15-19
Mi + Fr 8-14
Dr. med. Solvey Hahn, Fachärztin für Allgemeinmedizin.
Neil Mac
Lean, Facharzt für Allgemeinmedizin.
Hausärztliche Versorgung
Suchtmedizinische Grundversorgung
Praxis: Dr. med. Solvey Hahn und Neil Mac Lean
Köpenicker Straße 1 (Schlesisches Tor)
10997 Berlin - Kreuzberg
T: 030.6123233 | F: 030.6123233
E: s.hahn@ambulante-suchtmedizin.de | E: n.maclean@ambulante-suchtmedizin.de
www.dr-hahn-maclean.de
Sprechzeiten:
Mo 9-11 17-19 | Di 9-11 17-19
Do 9-11 17-19 | Fr 10-14
Und nach Vereinbarung.
Praxis: Dr. med. G. Partecke, Fachärztin für Anästhesiologie.
Narkosen, Schmerztherapie
Suchtakupunktur
Rückfallprävention
Naltrexonimplantat
M: 0172.3839193
E: g.partecke@ambulante-suchtmedizin.de
www.anaesthesie-partecke.de
Sprechzeiten: Sprechstunde nach Vereinbarung.
Abstinenztherapie
Süchtig sein bedeutet auch: „Ich habe keine Kontrolle mehr über den Konsum meiner Droge!“
Viele unserer Patientinnen und Patienten haben seit Jahren diese Erfahrung
gemacht und sind trotz aller Bemühungen immer wieder da gelandet, wo
sie nicht mehr hin wollten: in der Szene, in der Abhängigkeit von Beschaffung
und Dealern, in der Verarmung und Isolation ihres abhängigen Lebens.
Für viele ist der Verzicht auf die Drogen aber auch mit einer Fülle von unangenehmen,
bis unerträglichen Gefühlen verbunden: Ängste, Depressionen,
bei manchen auch Alpträume und Erinnerungen, die unter der Wirkung
der Drogen gut „wegzudrücken“ waren, bestimmen auf einmal
wieder die Stimmung. Der Schnupfen wird als Entzugssymptom umgedeutet, viele
plagen sich mit Schlafstörungen, einige legen an Gewicht zu und andere
fühlen sich so „nackt“, dünnhäutig und selbstunsicher,
dass sie kaum in der Lage sind ihren Alltag zu bewältigen.
Und trotzdem schaffen
es die allermeisten dann irgendwann doch und bleiben auf Dauer abstinent.
Vielleicht ein Viertel oder ein Drittel aller Spritzdrogenabhängigen
wird sogar ohne jede professionelle Hilfe dauerhaft abstinent, wenn sie
eine befriedigende Beziehung und eine berufliche Perspektive gefunden haben.
Ein weitaus größerer Teil benötigt einmal oder mehrmals
die Unterstützung einer ambulanten oder stationären Therapie.
Abstinenztherapien dauern
zwischen 3 Monaten bis zu 9 Monaten. Sie bieten, besonders als stationäres
Angebot den Rahmen, in dem sich drogenabhängige Patientinnen und Patienten
in relativer Sicherheit an ein Leben ohne Drogen gewöhnen können.
Therapien bieten die Chance das cleane Leben auszuprobieren, zu verstehen,
warum man abhängig wurde und zu lernen, wie man in Zukunft mit Suchtdruck,
Ärger, dem Alleinsein und vielen anderen negativen Gefühlen, Gedanken
und Situationen klarkommen kann, ohne erneut Drogen nehmen zu müssen.
Die Therapieeinrichtungen
haben sich unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt und arbeiten mit entsprechend
unterschiedlichen methodischen Gewichtungen (Verhaltens-, Sozio-, tiefenpsychologische
Psycho-Therapie, Körpertherapie, Beschäftigungstherapie, geschlechtsspezifische
Therapieansätze) und für unterschiedliche Altersgruppen. Spezielle
Einrichtungen bieten auch Möglichkeiten zu einer Therapie statt der
Verbüßung einer Strafe – und auch auf diesem Weg haben
viele Drogenabhängige den Ausstieg aus der Abhängigkeit geschafft!
Die Berliner Drogenberatungen
vermitteln und begleiten Dich in die ambulante oder stationäre Therapie,
wenn Du diesen Weg für Dich in Betracht ziehst!
Substitution
Es ist noch nicht lange her, da galt die Substitutionsbehandlung als schmuddelige zweite Wahl, als
Abweichen vom „Königsweg“ der Abstinenz. Ärzte wurden
vor gut 10 Jahren noch mit erheblichen Strafen bedroht (und auch tatsächlich
bestraft) und mussten sich als 'Dealer in weiss’ bezeichnen lassen,
auch Drogenberatungsstellen waren lange reserviert. Die Patienten wussten
allerdings was sie brauchten, Holland ging dann mit den Methadontabletten
mit mutigem Beispiel voran.
Inzwischen gilt die Substitution
– wissenschaftlich gut untersucht - als die Behandlung mit der höchsten
Haltekraft, sie sichert das Überleben und die Gesundheit. Das was lange
vernachlässigt wurde, kann aufgearbeitet und nachgeholt werden. Wenn
das Leben wieder eine Balance gefunden hat, kann auch Abstinenz gemeinsam
mit Drogenberatung und Arzt planvoll angegangen werden, oft schließt
sich eine stationäre oder ambulante Therapie an.
Die Krankenkassen haben die Substitution längst als Krankenbehandlung
anerkannt und bezahlen sie inzwischen ohne Antrag und ohne zeitliche Begrenzung.
Vorraussetzung ist immer eine begleitende psychosoziale Betreuung (PSB)
durch eine anerkannte Drogenberatungsstelle, diese wird wiederum in Berlin
durch das Bezirksamt finanziert, deshalb auch der Besuch beim Psychologen
des sozialpsychiatrischen Dienstes (SPD) des Bezirkes. Im folgenden ist
ausschließlich von Heroinsubstitution die Rede.
Substituiert wird üblicherweise
mit Methadon (genauer D,L-Polamidon),
mit dem es weltweit die meisten Erfahrungen gibt, unter bestimmten Bedingungen
sind darum auch Reisen ins Ausland möglich. Methadon ist deswegen gewählt
worden, weil es eine so lange Halbwertszeit hat (die Zeit, in der die Hälfte
abgebaut wurde), dass es nur einmal am Tag eingenommen werden muß.
Dadurch gibt es Ruhe im Körper, ein gleichmäßiger Spiegel
des Substitutionsmittels ist wichtig. Sucht in ihrem körperlichen Aspekt
entsteht ja vor allem durch die schnell steigenden und fallenden Wirkspiegel
der Suchtstoffe. Damit ist die Gleichmäßigkeit zugleich auch
Vorraussetzung für späteres Abdosieren.
Eine gewisse, wenn auch
kleinere, Rolle spielt auch das Subutex (Buprenorphin). Ein halbsynthetisches Opiat, hat es eine fast paradoxe Wirkung,
nämlich gleichsinnig wie Opiate und zugleich gegensinnig, jeweils auf
unterschiedliche Opiatrezeptoren. Das ist auch der Grund, warum eine deutliche
Pause zwischen der letzten Einnahme von Opiaten(auch Methadon) und der ersten
Einnahme von Subutex gemacht werden muss,
da es sonst einen ausgeprägten Entzug bei der Umstellung gibt. Mit
Subutex wird ein spürbarer Schritt in Richtung Klarheit / Abstinenz
gemacht. Das ist nicht immer angenehm, weil auch der Blick auf das bisherige
Leben klarer wird und die eigenen Gefühle deutlicher spürbar werden.
Die Erfahrung zeigt, dass dies bei manchen Patienten zu vermehrten Rückfällen
führt und dem Wunsch, zurück zu Methadon zu wechseln.
Polamidon (L-Polamidon) spielt praktisch
keine Rolle mehr. Es war ohnehin eine deutsche Besonderheit, da es schon vor
dem Krieg als Schmerzmittel durch die Farbwerke Hoechst hergestellt worden
war, und sich bei der Einführung der Substitutionsbehandlung in Deutschland
zunächst anbot. Es dauerte noch einige Zeit bis das Betäubungsmittel-(Btm)gesetz
geändert und Methadon damit verkehrsfähig und verschreibungsfähig
wurde. Pharmakologisch ist bisher kein Wirkungsunterschied zum Methadon nachgewiesen
worden, auch in Blindversuchen konnte niemand die beiden Substanzen unterscheiden.
In Einzelfällen mag von einer Umstellung abgesehen werden.
Heroin ist in Deutschland nur in einigen
Städten als wissenschaftliches Projekt für eine begrenzte Zeit genehmigt
worden und dies unter strengsten Auflagen mit einer hohen Schwelle für
die Teilnahme. Bedauerlicherweise wurde es zum politischen Spielball in Deutschland,
und aus diesem Grund wurde es für Berlin von dem damaligen Senat abgelehnt.
Bei einem entsprechenden Projekt in der Schweiz vor etlichen Jahren hatte
es durchaus positive Ergebnisse gegeben, die man in Deutschland gerne überprüft
hätte.
Unverzichtbarer Bestandteil der Substitutionsbehandlung sind die Dreiergespräche
mit Patient, Arzt und PSB. Gemeinsam Ziele und Etappen zu formulieren und
deren Erreichen zu unterstützen und auch anzustoßen ist ein Kernbestandteil
der Substitutionsbehandlung. Es soll sich etwas verändern nachdem Stabilität
eingetreten ist, ein drogenfreies, nicht-abhängiges Leben bleibt das
Ziel.
Ebenfalls unverzichtbar sind die Kontrollen auf Beigebrauch anderer Substanzen,
üblicherweise im Urin. Sie dienen der Bestätigung des Behandlungserfolges
und sind ein Spiegel für den Patienten, der vielleicht am Anfang noch
dazu neigt, sich etwas vorzumachen. Dazu gehört dann auch die Kontrolle
auf Alkoholkonsum, der als äußerst ungünstig angesehen wird,
insbesondere bei Vorhandensein einer Hepatitis.
Beigebrauch muss immer wieder angesprochen und bearbeitet werden, ständiger
Konsum anderer Suchtstoffe stellt den Erfolg der Substitution ernsthaft in
Frage.
Die Dauer einer Substitution sehr variabel. Zwischen der Übergangssubstitution
vor Therapiebeginn für drei Wochen bis zur langjährigen Substitution
Schwerstkranker kann es nur eine Entscheidung für den einzelnen Patienten
geben. In diesem Sinne gibt es kein “Substitutions-programm“,
sondern eine individuelle Behandlung. Die Indikation zur Substitution stellt
immer ein Arzt mit einer besonderen suchtmedizinischen Qualifikation. Dort
können auch weitere Informationen eingeholt werden.
Ambulante Entzüge
Narkosegestützte Opiatentzüge mit
einem 4 tägigen stationären Aufenthalt und danach ein Naltrexonimplantat
zur Rückfallprophylaxe (keine Kassenleistung).
Naltrexonimplantate zur Rückfallprophlaxe sind jederzeit möglich nach abgeschlossenen Entzug, Nach kaltem Entzug
dann, wenn die Urinkontrolle negativ für Opiate ist, bei Methadongestütztem
Entzug nach ca. 14 Tagen, bei Subutexgestütztem Entzug nach 5 Tagen,
entscheidend ist die aktuelle Urinprobe.
Suchtakupunktur
Termine nach Vereinbarung. Anfragen unter 0172.3839193.
Informationen unter www.anaesthesie-partecke.de
Behandlung HIV-Infektion/ Hepatitis
HIV - Infektion
HIV (abgekürzt für „human
immunodeficiency virus“) ist ein Virus, das die Abwehrzellen des menschlichen
Immunsystems befällt. Es gelangt durch Blut- oder Schleimhautkontakt
in den menschlichen Organismus. Das Virus dringt in Lymph-Zellen ein, die
CD4-positiv sind. CD4 bezeichnet bestimmte Bindungsstellen (Rezeptoren),
die auf der Oberfläche von Körperzellen sitzen. Da solche Rezeptoren
hauptsächlich auf Abwehrzellen des menschlichen Immunsystems vorhanden
sind, zerstört das Virus allmählich das Immunsystem.
HIV besteht wie viele andere Viren aus einem
kurzen Stück Ribonukleinsäure (RNS), das von einer Eiweiß-Hülle
umgeben ist. Die RNS enthält die genetische Erbinformation des Virus:
Sie bestimmt seine Funktion und steuert seine Vermehrung. Ist das Virus
einmal in eine Körperzelle eingedrungen, zwingt es diese Zelle, seine
eigene Erbinformation zu vervielfältigen und neue Viren zu produzieren.
Damit die Körperzelle die Erbinformation
des Virus lesen kann, muss diese erst einmal von bestimmten Enzymen umgeschrieben
werden. Diese Aufgabe wird von drei Enzymen bewältigt, die das Virus
selbst mitbringt: die Reverse Transkriptase, die Protease und die Integrase.
Zwei dieser Enzyme sind der Angriffspunkt bei der Behandlung der HIV-Infektion.
Mit Hilfe von Medikamenten, die diese beiden Enzyme hemmen (Reverse-Transkriptase-Hemmer,
Protease-Hemmer) kann die Vermehrung des Virus gestoppt werden.
Unbehandelt führt die HIV-Infektion in einem
Zeitraum zwischen 3 bis 15 Jahren zum Tod durch den Zusammenbruch des Immunsystems
und die dann auftretenden opportunistische Infektionen oder Tumore.
Heute kann die HIV-Infektion aber gut behandelt werden. Mit den aktuellen
Medikamenten kann man die Virusvermehrung mindesten 10 bis 15 Jahre lang unterdrücken.
Während dieser Zeit werden aber ständig neue Medikamente entwickelt.
Wer heute HIV-infiziert ist, sollte in einer
spezialisierten Praxis vierteljährlich überwacht werden, damit
der Zeitpunkt für eine Behandlung rechtzeitig festgestellt werden kann.
Die Behandlung besteht in der täglichen Einnahme von meist drei antiretroviralen
Medikamenten.
Die hohe Vermehrungsrate des Virus (alle 4
Stunden eine neue Generation) hat zur Folge, dass viele Veränderungen
des viralen Erbguts entstehen (Mutationen). Findet bei einer Therapie keine
vollständige Unterdrückung der Virusvermehrung statt, dann entwickeln
sich Viren, die gegen die verabreichten Medikamente unempfindlich (resistent)
werden. Dies geschieht über kurz oder lang bei allen Therapien, da
die Menschen nicht über Jahre hinweg regelmäßig und pünktlich
ihre Medikamente einnehmen.
Hepatitis - Gelbsucht
Es gibt verschiedene Formen von Hepatitis, nämlich vor allem Hepatitis
A, B und C, selten auch D.
Hepatitis A, die infektion, wird zumeist auf Reisen durch verunreinigtes
Wasser oder ungekochtes Essen erworben und heilt immer aus. Sie hinterlässt
lebenslange Immunität.
Hepatitis B erwirbt man durch Spritzen, Blutkonserven und vor allem beim Sex. Sie wird
deswegen auch zu den Geschlechtskrankheiten gezählt und ist sehr ansteckend.
Sie heilt zwar überwiegend aus, aber wenn sie chronisch wird geht sie
oft in eine Leberzirrhose über und dann kann sie das Leben erheblich
verkürzen. Behandelt wird die Hepatitis B mit Lamivudin und neuerdings
auch mit Interferon. Allerdings führt die Behandlung nicht immer zu
einer Heilung. Gegen Hepatitis A und B kann man sich impfen lassen, in allen
unseren Arztpraxen ist das möglich, die Impfung ist gut verträglich.
Die häufigste Form der Hepatitis bei Drogenkonsumenten ist die Hepatitis
C, in Deutschland wird die Zahl der Infizierten auf 300.000 geschätzt,
weltweit sind es einige Millionen. Die meisten Patienten merken nicht, dass
sie sich angesteckt haben, sie werden sehr selten gelb oder fühlen
sich krank, anders als bei Hepatitis A oder B. Die Hepatitis C wird fast
ausschließlich durch gemeinsamen Spritzengebrauch übertragen,
früher auch durch Blutkonserven, ganz selten beim Sex. Ungefähr
80 % aller iv.-Drogenkonsumenten bekommen eine Hepatitis C, sie wird fast
immer chronisch, bei 10 – 15% der Patienten heilt sie jedoch aus.
Die Symptome sind uncharakteristisch, oft ist es nur Müdigkeit, die
lästig ist, Hautveränderungen, Gelenkschmerzen und Depressivität
sind möglich. Zumeist ist es eine Zufallsentdeckung bei einer Blutuntersuchung.
In etwa 40 % der Fälle entwickelt sich aus einer Hepatitis C eine Leberzirrhose,
davon kommt es in etwa 20 % zum Leberversagen, 4 % entwickeln ein Leberzellkarzinom.
Behandelt wird die Hepatitis C mit Interferon,
das einmal wöchentlich subkutan gespritzt wird, sowie Ribavirin, das
täglich in Kapseln eingenommen wird. Die Behandlungsdauer beträgt
24 oder 48 Wochen je nach Virustyp. Über die Hälfte der Behandlungen
sind erfolgreich, d.h. es kommt zur endgültigen Heilung. Die Nebenwirkungen
sind begrenzt und führen nur ganz selten zum Therapieabbruch. Eine Leberpunktion
ist nur ausnahmsweise notwendig vor der Behandlung. Jeder Patient, der eine
chronische Hepatitis hat, sollte sich behandeln lassen, ein Versuch ist immer
gerechtfertigt. Alkohol zu trinken ist äußerst schädlich,
auch in kleinen Mengen. Die Leber ist durch das Virus besonders empfindlich
geworden und die Hepatitis geht sehr schnell in eine Leberzirrhose über,
die Patienten sterben früh.
Dies ist ein kurzer Überblick, der auf viele Details nicht eingehen
kann, eine gute Darstellung findet sich bei :
www.kompetenznetz-hepatitis.de